Wer Verhalten ändern will, muss Verhalten verstehen.

Unternehmen, die Mitarbeiter- und Kundenverhalten evidenzbasiert verstehen (statt nur plausibel spekulativ), können Wirksamkeit steuern und Veränderungsprozesse dynamisieren. Verhaltensökonomisches Know-How sollte demnach in jede strategische Entscheidung, in jede Entwicklungs- und Veränderungsmaßnahme einfließen. „Behavioral Design“ ist DIE strategische Kernkompetenz erfolgreicher Unternehmen.


Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln und experimentieren wir mit wirksamkeitssteigernden Interventionen (Nudges), bringen Behavioral Design Know-How ins Talent Management und in die Organisationsentwicklung, um Mitarbeitervielfalt zu fördern, um Hochleistungsteams und Karrieren zu dynamisieren.

BEHAVIORAL ECONOMICS

Menschen fliegen zum Mond, bauen Computer, Smartphones und Wolkenkratzer, scheitern aber gleichzeitig an schlichten Aufgaben, einfachsten Regeln der Logik, überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Die Unzulänglichkeit menschlichen Denken und Handelns ist seit den 1970er verstärkt im Fokus der Wissenschaft – die Wirtschaftsforschung hat seither eine Revolution erlebt. Basierend auf Ergebnissen aus einer Vielzahl von Labor- und Feldexperimenten haben Verhaltensökonomen das ökonomische Standardmodell so erweitert, dass es das menschliche Entscheidungsverhalten besser erklären und prognostizieren kann. Die Verhaltensökonomie ist interdisziplinär und kombiniert Erkenntnisse aus anderen Sozialwissenschaften mit den traditionellen Ansätzen der Wirtschaftsforschung. Während die ökonomische Standardtheorie Rationalität und Eigennutz voraussetzt, anerkennt die Verhaltensökonomie, dass Menschen soziale Wesen mit einer Vielzahl von Motiven sind, die zwar versuchen, gute Entscheidungen zu treffen, dennoch aber Fehler machen. 


Die Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Daniel Kahnemann, George Akerlof, Vernon Smith und Reinhard Selten haben die Grundlagen für verhaltensökonomische Forschung (Behavioral Economics) geschaffen. Der international renommierte Wirtschaftsprofessoren Richard Thaler (University of Chicago) wurde 2018 für seine Idee der sanften Stupser (Nudges) mit dem Nobelpreis gewürdigt. George Löwenstein (Carnegie Mellon University), Colin Camerer (CALTECH), Dan Ariely (Duke University) und Ernst Fehr (University of Zurich, New York University) haben in den letzten Jahren erheblich dazu beigetragen, dass die verhaltensökonomische Forschung in Unternehmen und der Politik praxisnah angewandt werden kann.

NUDGING – VERHALTENSDESIGN FÜR BESSERE ENTSCHEIDUNGEN

Nudges sind kleine Stupser, durch die Aufmerksamkeit gezielt gesteuert werden kann – klug eingesetzt eine kostengünstige Weise, weitreichende Verhaltensänderung anzustoßen. Nudges sind weder Anweisungen, Anreize noch Verbote. Sie sind Kontextveränderungen, also bewusste Eingriffe in die Gestaltung und Präsentation der Rahmenbedingungen für Entscheidungen (Choice Architecture), welche das Verhalten in vorhersagbarer Weise beeinflussen. Die Auswahlmöglichkeiten und die Entscheidungsfreiheit werden dabei nicht beschränkt (deshalb spricht man von liberalem Paternalismus). Ein guter Nudge ist so gestaltet, dass er einfach und kostengünstig zu umgehen ist.

Besonders bekannte Beispiele von Nudges:
 Anordnung von Essen in Kantinen, die ermuntert gesundes Essen (gut zugänglich) eher auszuwählen als ungesundes (schlecht zugänglich)
 Fliegen-Bild im Urinal, das bewirken soll, dass besser gezielt wird und die Anlage eher sauber bleibt
 Die gezielte Standardsetzung (Default) bei Altersvorsorge- oder Organspendenentscheidungen kann die Anzahl Sparer bzw. Spender erhöhen – wer nicht explizit absagt, zahlt automatisch ein bzw. spendet


Nudges können sowohl zur besseren Selbstkontrolle (individuell gewähltes Kreditkarten-Limit) als auch zur Steuerung Anderer (Präsentation der Mahlzeiten) eingesetzt werden. Sie beeinflussen sowohl bewusste Entscheidungsprozesse (Vorsorgeplanung) als auch intuitive Entscheide (durch Framing, Anchoring).

Um gewollte Verhaltensänderungen zu erzielen bzw. zu unterstützen, entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden wirksamkeitssteigernde Interventionen, begleiten deren Einführung und testen deren Wirksamkeit.

Diversity - DURCH VIELFALTSORIENTIERTE ORGANISATIONSENTWICKLUNG

Vielfalt macht erfolgreich. Zahllose Studien und Business Cases belegten in den vergangenen Jahren, dass Mitarbeitervielfalt Unternehmen messbar erfolgreicher macht. Um mehr Diversity zu erreichen, investieren Firmen unterdessen Millionen. Wie wirksam sind aber diese Investitionen? 


Um Mitarbeitervielfalt wirksam zu steigern, müssen Maßnahmen weitergehen als Support-Angebote für einzelne Zielgruppen. Gewinnbringende Diversity unterstützt unverzerrte (unbiased) Entscheidungen, integrierende Führung, durchlässige Strukturen. Um solch eine Kulturveränderung zu erwirken, bedarf es vieler kleiner Verhaltensänderungen, die insbesondere durch Nudging-Interventionen generiert werden können.


Gerade im Talent Management können Entscheidungen durch Kontext- und Prozess-Veränderungen vielfaltsfördernd verbessert werden. Ob durch Neustrukturierung von Interviews und Auswahlprozessen, durch neue Standardsetzung, durch gezielte Sprach- und Bildnutzung, etc. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir wirksame Zugänge und Interventionen, die Vielfalt messbar fördern.

TEAM-BOOSTING - EMPOWERMENT VON HOCHLEISTUNGSTEAMS

Sind Ihre Teams erfolgreich, ist Ihr Unternehmen erfolgreich. Team-Boosting zielt auf die Steigerung von Leistung und Dynamik von Teams – insbesondere von heterogenen Hochleistungsteams. Um das volle Potenzial eines Teams zu aktvieren, muss die Vielfalt seiner Mitglieder bewusst eingesetzt und gekonnt gesteuert werden. Als Basis des Team-Boosting-Prozesses analysieren wir Teams und deren Kontexte auf deren Zusammensetzung, Struktur, Kommunikations-, Entscheidungs- und Führungskultur. Im Anschluss daran entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden kleinere und größere Interventionen – nicht ausschließlich Team-Workshops.

Team-Boosting Gendia Kronberg
FEMALE DYNAMICS – DYNAMISIERUNG VON FRAUEN-KARRIEREN

Wer sich mehr Frauen in Führung wünscht, muss deren Entwicklung und Vorankommen im eigenen Kontext besonders im Fokus halten. Wir entwickeln maßgeschneiderte interne und firmenübergreifende Programme für die Zielgruppe karriereorientierter Frauen und deren Kontext. Auch das Umfeld in solche Interventionen einzubeziehen, erachten wir als zentral wichtig.

Female Dynamics ist ein firmenübergreifendes Entwicklungsprogramm für weibliche Talente, das durch aufeinander abgestimmte, Workshop-Module, durch begleitende Follow-Up-Coachings und firmenübergreifende Vernetzung dynamisierend auf die Karriere der Teilnehmerinnen wirkt. Themen-Auswahl:

 Standort-, Ziel- und Ressourcen-Klärung
 Profilschärfung und Selbstmarketing
 Wirksam und souverän Auftreten
 Weibliche Verhandlungsstrategien
 Gender-Unterschiede in Führung?
 Networking und professionelle Karrieretreiber


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